Mit Beginn der Schule sollte die Schreibhand feststehen. Wenn dies nicht der Fall ist, sollte eine Fachkraft zu Rate gezogen werden.

Es gibt die Möglichkeit einer Händigkeitstestung.

Das Schreiben ist eine feinmotorisch äußerst anspruchsvolle Tätigkeit, die viele verschiedene Bereiche des Gehirns fordert.

Wenn bei einer Tätigkeit wie dem Schreiben die nicht dominante Hand eingesetzt wird, kann es zu z.T. schwerwiegenden Folgen kommen. Denn mit der Vertauschung der Hand werden nicht die Zuständigkeiten im Gehirn vertauscht!

Bei "Umschulung" der Händigkeit kommt es daher zu Fehlbelastungen im Gehirn, zu Störungen der Gehirnprozesse. Die Folgen können sein:

  • Gedächtnisstörungen
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Lese-Rechtschreibstörungen
  • Feinmotorische Störungen
  • Sprachauffälligkeiten
  • Minderwertigkeitskomplexe
  • Unsicherheit, Zurückgezogenheit
  • Verhaltensstörungen
  • psychosomatische Störungen

Dabei spielt es keine Rolle, ob jemand sich freiwilllig - aus welchen Gründen auch immer - zum Schreiben auf die rechte Hand umgeschult hat, oder ob er durch äußere Einflüsse gezwungen wurde. Die Folgen für das Gehirn sind die selben. Natürlich kommt es nicht bei allen umgeschulten Linkshändern zur vollen Ausprägung aller aufgezählten Störungen. Aber, wenn auch nur einige dieser Störungen auftreten, sollte man auch an die umgeschulte Linkshändigkeit als Ursache denken.