Wenn sich Ihr Kind schon früh als Linkshänder zeigt, so soll es Linkshänder sein dürfen! Sie sollten Ihr Kind entsprechend seiner Händigkeit fördern. Keine Hand ist die bessere oder schlechtere; für das Kind ist die linke Hand halt die "Lieblingshand".
Womöglich sind Sie selbst Linkshänder oder jemand aus der Familie - Händigkeit ist auch erblich. Auch wenn Ihnen niemand als Linkshänder in der Familie bewusst ist - möglicherweise war jemand in der vorherigen Generation ein umgeschulter Linkshänder.

Wenn die Linkshändigkeit Ihres Kindes sicher ist, sollten Sie dem Kind von Anfang an die entsprechenden Gebrauchsgegenstände bereitstellen. Dies sind für kleine Kinder erst einmal Scheren und Spitzer. Später benötigen Sie dann auch Haushaltsgegenstände wie Dosenöffner, Gemüseschäler und Taschenmesser. Vor der Einschulung sollte eine Einführung in die spezielle Schreibhaltung der Linkshänder gegeben und der Arbeitsplatz des Kindes für Linkshänder gestaltet werden.

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Wenn Sie bezüglich der Händigkeit unsicher sind, sollten Sie

  • Ihr Kind genau bei spontanen Tätigkeiten (im freien Spiel) beobachten.
  • Ihrem Kind Tätigkeiten aufgeben, die feinmotorische Genauigkeit erfordern, die es aber noch nicht kennt.
  • Ihr Kind nicht beeinflussen (z.B. durch Wertung der einen oder anderen Hand).
  • Gegenstände (Stifte, Essbesteck) immer mittig anreichen.

Vorsicht mit voreiligen Schlussfolgerungen! Es gibt so viele Einflussfaktoren, die die Ausprägung der Händigkeit bestimmen können, dass man genau abwägen muss. Bei Unsicherheit sollte ein methodisch vollständiger Händigkeitstest gemacht werden. Gegebenenfalls kann dann Ihr Kind bis zum Schuleintritt seine dominante Hand für das Schreiben trainieren.